Cefalù

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Eine menschenfreundliche Stadt

Cefalù ist der noch intakte Traum von einem pittoresken sizilianischen Fischerstädtchen.

Viele halten das direkt ans italienische Mittelmeer gebaute kleine Juwel Siziliens mit seinem langen, feinkörnigen Sandstrand, seinem türkisfarbenen Wasser, seinem mediterranen, fast schon arabischen Flair und seiner imposanten Felskulisse für den reizvollsten Badeort Siziliens.

Cefalu lockt alljährlich viele Besucher aus aller Welt nach Italien, nach Sizilien. Nicht nur seine intensiven Farben und seine einmalige Lage an der sizilianischen Nordküste verzaubern seine Gäste – es ist gerade das harmonische Zusammenspiel von intakter Natur und Kunst, das den einzigartigen Reiz dieses schönen Fleckchens italienischer Erde ausmacht.

Dazu gehören kleine Buchten und versteckte Strände, stille Olivenhaine und italienisch-farbenprächtige Orangenplantagen mit ihrem betörenden Duft der Zagara-Blüten ebenso wie der riesige, goldfunkelnde Christus im Normannen-Dom, die mittelalterliche Waschanlage mitten in Cefalu und das weltberühmte “Bildnis eines Unbekannten” von Antonello Da Messina, einem der berühmgeschichtliches Interessetesten Künstler Siziliens.

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Autentischer Lebensstil

Schlendert gemütlich durch die mittelalterlische Altstadt oder gönnt euch einen italienischen Espresso in einem der netten Cafés auf der Piazza, dann entdeckt die Sizilianer in ihrem Alltag:
Aus den sizilianischen Palazzi und den mittelalterlichen Häusern strömt der Duft der mit frischem Basilikum zubereiteten italienischen Pastasoße.

Erblickt Sizilianerinnen, die gerade die Wäsche zum Trocknen über die schmalen Gassen hängen.

Die Männer, die wild gestikulierend ihre Meinung zur aktuellen italienischen Politik kundtun, und hören Gemüsehändler und Fischer auf Sizilianisch lauthals ihre Ware anpreisen.

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Natur

Fahrt ins Hinterland von Cefalu, etwa in den Nationalpark der Madonien, dann erlebt kleine sizilianische Bergstädtchen, die wie Schwalbennester hoch über der süditalienischen Landschaft thronen, mit herrlichen Wandermöglichkeiten und ebensolchen Ausblicken auf den Ätna und das italienische Mittelmeer mit seinen vorgelagerten Liparischen Inseln.

Ihr begegnet Sizilianern, die oft noch im Rhythmus anderer Zeiten leben: sizilianischen  Hirten mit ihren Herden; Bauern, die auf den Feldern arbeiten oder auf Maultieren auf dem Weg nach Hause sind; schwarz gekleideten alten Frauen, die vor dem Ausgang der Häuser sitzen.
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Guter Geschmack

In den Fischrestaurants von Cefalus direkt am Meer und in den kleinen sizilianischen Lokalen in den alten Gässchen könnt ihr Sizilien aus kulinarischer Sicht kennen lernen.

Die sizilianische Küche spiegelt nicht nur die Geschichte Siziliens und der Sizilianer wider, sondern ist zugleich Ausdruck ihrer Heiterkeit, ihrer Seelenstärke und ihrer italienischen Lebensfreude.

Cefalù ist Mitglied im Club I borghi più belli d‚Italia, eine private Vereinigung  kleiner italienischer Zentren, die sich unter anderem durch ihr großes künstlerisches, kulturelles und geschichtliches Interesse, ihre harmonische, innerstädtische Struktur, ihre Lebensqualität sowie durch die  angebotenen Dienstleistungen von anderen unterscheiden.

 Es gibt jede Menge zu entdecken bei uns in Italien, auf Sizilien, in Cefalu – wir wünschen euch viel Spaß dabei!

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Die Rocca

Ein griechischer Mythos erzählt von der Liebe und Verzweiflung des wunderschönen Hirten Daphnis, der Orpheus Siziliens, der die Nymphe Echenais betrog und zur Strafe von ihrer wütenden Mutter geblendet und infolge vom Gott Merkur in einen Felsklotz verwandelt wurde.

Dieser Fels dominiert Cefalù. Die Ureinwohner Cefalùs erkannten darin menschlichen Züge, speziell einen gigantischen Kopf. Kopf ist genau die Bedeutung des Wortstammes Kef, von der der Name der Stadt abgeleitet ist.

Die Rocca, schon unter den Phöniziern als Felsvorsprung Herkules bekannt, ist ein 270 m hoher Kalkfelsen, von dessen Gipfel man einen herrlichen Ausblick hat.

Die mythologischen und geschichtlichen Ursprünge der Stadt unterstreichen die Wichtigkeit des Ortes, der von einer kleinen Ansiedlung durch Kontakte zu den in Sizilien Handel betreibenden Völkern zu einem blühenden Zentrum heranwuchs.

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Der Diana Tempel

Der sogenannte Diana-Tempel ist das einzige, in Sizilien vorhandene nicht-klassische Bauwerk. Es handelt sich dabei um eine megalithische, aus dem V Jhdt. v.Chr. stammende Kultstätte auf der Rocca, die mutmaßlich zu Ehren der römischen Göttin Diana errichtet wurde.

Dieser Bau mit polygonalem Grundriss, ist aus großen, kalk- steinigen Blöcken gebaut worden, zusammengesetzt aus zwei Räumen, die durch einen langen Korridor verbunden sind.

Kultisch verbunden mit der Huldigung des Mondes und der Beschwichtigung des Wassers, wurde diese Funktion später durch eine weitere ergänzt: Schutz durch Aussichts-und Berichterstattung im Hinblick auf die geographische Lage.

Der kleine Tempel bezeugt in jedem Fall die Anwesenheit von Menschen auf der Rocca vor der Entstehung des Stadtzentrums.
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Das Schloß

Auf dem Gipfel der Rocca findet man die suggestiven Ruinen des Schlosses von Cefalù, die aus dem XII Jahrhundert stammen. Das Schloss war praktisch in unerreichbarer Position, durch die steilen Wände des Berges und zwei Festungsmauern geschützt.

Von der eigentlichen Struktur bleiben nur die antiken Steine, um die erlebte Macht zu bezeugen. Diese ermöglichen noch heute die Außenmauern und die inneren Teilwände der 12 Räume und der zwei Türme voneinander zu unterscheiden.

Die Lage des Schlosses, das aus der Höhe das gesamte umliegende Gebiet Cefalùs dominiert, lässt die Relevanz der Rocca als wichtigen, strategischen Punkt erahnen. Das Schloss war in Besitz des Bischofs von Cefalù und es gibt Nachweise über eine Funktion bis Ende des XVIII. Jhdts.

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Der alte Fischerhafen mit der Porta Pescara

Den schönsten Blick auf das gesamte Städtchen von Cefalù hat man von der Mole des alten sizilianischen Hafens aus: der lange Sandstrand; die goldenen, die Stadt umschließenden Felsen; die grünen Hügel, die über Cefalù blicken; die Rocca und die Silhouette des Doms, die die Häuser der Altstadt beherrschen; und, insbesondere an Sommerabenden, das Zusammenspiel der Farben der zauberhaften Sonnenuntergänge über dem Meer.

Dort befindet sich auch heute noch die Porta Pescara, das einzig erhaltene der vier Stadttore Cefalùs aus dem Mittelalter.

Die Porta Pescara besteht aus einem gotischen Bogen und liegt direkt vor einem kleinen Sandstrand, auf den noch heute einige der kleinen, bunten Boote der einheimischen Fischer gezogen werden.

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Das mittelalterliche Waschhaus

Das mittelalterliche Waschhaus befindet sich an der Mündung des Cefalino, ein kleiner Fluss, dessen Quelle in den Bergen auf 1000 m Höhe liegt und der, nach einem langen unterirdischen Verlauf, genau an diesem Punkt ins Meer fließt.

Eine elegante Treppe in Lavagestein führt hinab zu den in Stein geschlagenen Wannen, die sich füllen mit dem Wasser, das aus 22 Mündern aus Gusseisen, unter diesen 15 Löwenköpfe, entlang der Wand fließt. Bis vor einigen Jahrzehnten noch hockten hier die Frauen von Cefalù, um ihre Wäsche in den vorgesehenen Wannen zu waschen.

Charakteristisch für das Waschhaus ist die niedrige Temperatur des Wassers, die ihn zu einem kühlen Ort macht, an dem man Erfrischung an den schwülen Sommertagen findet.

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Die Kathedrale

Die Kathedrale von Cefalù zählt zu den imposantesten Denkmälern der Normannenzeit auf Sizilien und wird im Innern von seinen byzantinischen Mosaiken mit dem Christus Pantokrator und weiteren 54 auf goldenem Grund isolierten Figuren beherrscht.

Er wurde im XII. Jahrhundert von arabischen Architekten und Handwerkern unter strengster Beachtung der byzantinischen Liturgie erbaut.

Es ist gerade diese Verbindung von christlicher und arabischer Kunst, die der sizilianischen Kirche ihren ganz besonderen Reiz und ihre eigentümliche Magie verleiht.

Die Vorderseite ist von zwei wundervollen, aber nicht identischen Zwillingstürmen umschlossen, durch Einzel- und Doppelbogenfenster bereichert, die den alles beherrschenden Glanz des Doms unterstreichen. Zum Dom gehört außerdem ein eleganter Kreuzgang mit Doppelsäulen verziert durch geschnitzte Kapitellen.

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Das Mandralisca Museum

Das Mandralisca Museum ist Enrico Piraino, Baron von Mandralisca, zu verdanken. Dieser, ein leidenschaftlicher Kunstsammler, begann im XVIII. Jhdt. mit seiner privaten Sammlung im eigenen Wohnsitz, genau dort, wo man sie noch heute bewundern kann.

Neben archäologischen Funden von außerordentlich hohem Wert, unter denen die Schönheit und Ursprünglichkeit des “Cratere del venditore di tonno” (ein griechische Krater aus dem V. Jahrhundert v. Chr., der in rotfiguriger Malerei eine Darstellung eines Fischhändlers zeig) hervorsticht, einer Gemäldesammlung, in der man Natur-Stillleben, Werke byzantinischer Schule und venezianische Landschaften findet, bewahrt das Museum eine circa 6000 Bücher umfassende Bibliothek mit einigen sehr seltenen Exemplaren, eine große, alle Epochen umfassende Münzsammlung und eine sehr reiche Shell-Kollektion mit Muscheln aus aller Welt.

Im Museum Mandralisca kann man eines der schönsten und geheimnisvollsten Porträts von Antonello da Messina bewundern, das so genannte „Bildnis eines Unbekannten“ (ca. 1470) – dessen rätselhaftes Lächeln sogar Leonardo Da Vinci zu seiner Mona Lisa inspiriert haben soll.

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Das Osterio Magno

Das Osterio Magno soll die erste Residenz des Normannen-König Roger II in Cefalu gewesen sein.

Das Gebäude, auf das XIII. Jhdt. zurückzuführen, wurde sehr wahrscheinlich auf eine bereits existierende Struktur aufgebaut. Ab dem XIV. Jhdt. wird es zum winterlichen Sitz der Grafen Ventimiglia, eine mächtige Familie, die das weitläufige Gebiet der Madonie beherrschte.

Die einzelnen architektonischen Elemente bezeugen die verschiedenen Phasen des Baus. Der älteste Teil ist der in gelbem Tuffstein und Lava realisierte, aus dem 13.Jhdt. stammend. Der folgende Teil besteht aus einem viereckigem Turm.

Das dreibogige Fenster aus dem 14. Jh. zeigt die Verbindung von gotischer und arabischer Baukunst. Kürzlich renoviert steht das Gebäude heute für Ausstellungen und Kongresse zur Verfügung.

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Der Corso Ruggero

Der Corso Ruggero, Hauptachse der Altstadt und wichtigste Geschäftsstraße von Cefalu, war im Mittelalter die Stadtgrenze.

Die Straße, von der aus man den herrlichen Domplatz erreicht teilt noch heute die Stadt von Nord nach Süd: am Fuße der Rocca erstreckt sich der mitteralterliche Stadtteil, ein charakteristisches Labyrinth aus Gassen, engen Passagen, Höfen, Treppen und Bögen; in Richtung Meer hingegen präsentiert sich die Struktur regulärer mit senkrechten und parallelen Straßen.

Der Corso beginnt ab Piazza Graibaldi, wo einst das wichtigste der vier mittelalterlichen Stadttore, die Porta Terra stand und wo noch heute ein Teil der megalithischen Stadtmauer sichtbar ist. Heute wechseln sich entlang des Corsos kleine barocke Kirchen und antike Adelspaläste ab, in denen sich elegante italienische Boutiquen neben kleinen sizilianischen Geschäften befinden.

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Das Stadttheater

Das Theater von Cefalù, ein kleines Schmuckstück mit außergewöhnlicher “Hufeisen-Form” wurde 1814 gebaut.

Es hat ein bewegtes Dasein verbracht, dass 1975 nachdem es 50 Jahre als Kinosaal genutzt wurde, zur Schließung führte. 35 Jahre geschlossen und nach 3 langen Jahren Renovierungsarbeit ist es nun in seinen glanzvollen Originalzustand zurückversetzt und an die Stadt übergeben worden.

Es umfasst 204 Plätze aufgeteilt zwischen Parkett und drei Logenrängen. Die Decke ist mit Fresken und Dekorationen verziert.

1988 drehte der Regisseur Giuseppe Tornatore hier einige Szenen des Films Nuovo Cinema Paradiso, der 1988 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Es ist genau dieser Saal, in dem Philippe Noiret seine Filme abspielte und die Kino-Leidenschaft des kleinen Hauptdarstellers entstand.

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